Tag 7 – Heimreise

Leider schon wieder vorbei. Nach 6 Stunden Fahrt rechtzeitig zur zweiten Halbzeit des Schwippi-Matches zu Hause. Wir freuen uns auf die nächste Auflage. Der Ferien natürlich, nicht auf das Geschutte…

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Tag 6 – Finale

Der schönstenTag der Woche ist prognostiziert. Volles Programm heute: Marktbummel, Strand, Shopping.


Bei früheren Gelegenheiten habe ich mich ja ausführlich über Italianita im Straßenverkehr ausgelassen. Das heutige Schmankerl muss ich aber loswerden. In Laigueglia werden nicht nur Strände sondern auch Strassen instandgesetzt. Bedeutet, dass eine Ampelanlage den nun einspurig geführten Verkehr durch den Baustellenbereich regelt. Und da steht tatsächlich ein Polizist, der die Autofahrer auf das Rotlicht aufmerksam macht. Denn hier ist bei den Einheimischen Usanz, dass beim Umschalten auf Rot mindestens noch drei weitere Fahrzeuge die Fahrt durch die Baustelle antreten. In der Schweiz wirst du geblitzt oder umgehend gebüsst. In Italien steht ein Polzist auf die Fahrbahn und zeigt den Lenkern lächelnd, dass die Ampel soeben von Grün auf Rot gesprungen ist und Rot bedeute, das die Fahrt erst wieder bei Grün fortgesetzt werden darf.  Ich glaub‘ mein Steuerkonto wiehert. 😂


Grosse Gaudi auch am Strand. Spielende Hunde, parlierende Herrchen, hustende Kettenraucher. Und dann kam Lolo. Ein unkastrierter Corso stand plötzlich der auch noch Eier tragenden Englischen Bulldogge Ginger (?) gegenüber. Bei Corso Herrchen und Frauchen sah man schon gegen die blendende Sonne, dass die beiden Pensionäre physisch nicht in der Lage sind, ihren Bello zu zügeln. Da nützt auch keine Leine in der Stärke einer Schiffstrosse. Auch die Ginger-Halter machten nicht den Eindruck wirkliche Hundekenner zu sein. Es kam wie es kommen musste. Die beiden Herrchen wollten die Jungs sich beschnuppern lassen. Die Bulldoge bliess zum Kampf. Am Strand brach zehn Sekunden lang die Hölle los. Kreischende Damen versus brüllende und Zähne fletschende  Testosteronberge auf vier Pfoten. Irgendwie waren beide Fifis dann doch zu träge, sich den Garaus zu machen und liessen von einander ab, vielleicht auch motiviert durch die noch lauter brüllende Herrchen. Worauf Lolo-Frauchen Lolo-Herrchen lautstark des Versagens bezichtigte und dieser das Ganze als kleiner Plausch pubertierender Schosshündchen und erwachsener Männer abtat. Die nächste Woche wird vielversprechend. Hoffen wir, dass kein Blut fliesst. Wir sind dann mal weg. 

Zum Ende unserer Ferien nochmals Freiluft-Pesto und Limocello und dann das Öro-Eröffnungsspiel. Nicht wegen dem Gekicke, sondern zu Ehren der Tussy-Friseure, die eigentlich ein Paninisammelheft verdient hätten. 

Tag 5 – Sommer(gewitter)

Mein Bett ist wirklich nicht für meinen Rücken gemacht. Mit seinen gefühlten 5m2 Fläche ist es zwar paradiesisch gross. Doch die Matratze hat Baujahr 1823 und ist von vielen 30er BMI’s in den letzten Jahrzenten dermassen malträtiert worden, dass sich mein Skelett nach fünf Stunden Schlaf anfühlt, als habe es den selben Jahrgang. Immerhin habe ich am Fussende einen 30cm breiten Streifen ausgemacht, auf dem ich die Liegezeit um 2h verlängern kann und anschliessend noch fähig bin, aus dem Bett zu kriechen. Nach 10 Minuten hat sich dann mein klappriges Chasis wieder eingerenkt. Es hat halt alles seinen Preis.

Die Wette hätte ich verloren. Am Strand waren zwar die groben Bauarbeiten beendet, doch die feine Klinge – sprich schaufeln von Hand – wurde noch geführt. So beschlagnahmten die Hundhalter – gleich wie gestern zu ermässigten Konditionen – den Rest der Anlage und liessen Waldi & Co. freie Fahrt. Unterhaltung pur, untermalt durch das ununterbrochene Palaver diverser Nonnas. Unglaublich was sich Unbekannte wärend Stunden alles zu erzählen wissen. Sich vertagende Hunde bauen halt Brücken. 


Der wunderbare Sommertag klingt mit einem ordentlichen Gewitter aus. Vereinzelnde Hagelkörner verirrten sich gar auf unsere Terrasse. Nix weiter passiert, ausser einem kurzen Stromunterbruch und einem erneuten Komplettausfall unseres Internetanschlusses. 


Nach dem Regen strahlt der (doppelte) Regebogen. So begrüsste uns die Natur nach dem Nachtessen. Gigantisch. 

Und weil’s so einzigartig war:

Tag 4 – Sandburgen bauen für Erwachsene

Mächtig was los heute on the beach. Der Strand unseres Vertrauens erhält zusätzlichen Sand. Wie wir das von Sylt her kennen, liefert eine Pipeline den Rohstoff für Ferienträume direkt von der vorgelagerten Sanbank. Ruhe ist anders. 

Heute mischen sich aufgrund der beengten Platzverhältnisse die Nicht-Hündeler mit den Freunden von Vierbeinern. Die Vier-Pfoten-Fraktion behielt deutlich die Oberhand. Domani wird alles besser. Der Spuk sollte bis dahin vorbei sein und der Strand grösser und mit frischem Sand erstrahlen. Wir hoffen. 

4 x Gina:


Die Sonne gab sich am frühen Nachmittag geschlagen. Wolken zogen auf, es kühlte merklich ab, ein paar Tropfen fielen und vermehrt waren Donner zu hören. Wir brachen die Zelte rechtzeitig ab und kehrten zurück in die Ferienbleibe. Siesta, basta.

Tag 3 – Beach

Premiere im 2016: Gestern genossen wir das Nachtessen zum ersten Mal auf der Piazza in Civezza. Angenehme Temperaturen und blauer Himmel sorgten für eine gute Stimmung. Auch hier erkannte der Wirt Gina sofort wieder. Unser Goldi öffnet Herzen und Türen. Der ihr vom Wirt angebotene – mittlerweile schon traditionelle und entsprechend von Gina ersehnte  Pizza-Schnitz war im Nu Geschichte. So gut! 

Ein prachtvoller Sonnenaufgang begrüsste den neuen Tag. Die Wetterlage ist aber labil. Bereits türmen sich in der Ferne Gewitterwolken. Carpe Diem und ab an den Strand.

Noch ist nicht viel los an den Stränden Liguriens. Man hat reichlich Platz. 



Gina wälzt sich genüsslich im Sand und tracktiert wonnig ihr Pet Aqua Toy. Es ist angenehm warm, sofern der Wind sich zurück hält. Wie angekündigt nahm dieser heute aber laufend Fahrt auf. Bedrohlich kam das Dunkle näher. Fernes Donnergrollen quittierte den vermeintlichen Sieg des Gewitters. 



Die Sonne aber zeigte sich kämperisch und setzte sich nach einer Stunde durch, ohne dass wir vom Strand haben flüchten müssen. Während der Sonnenpause machte ich ein paar rostige Entdeckungen. Ich liebe Rost, sofern er nicht an unserem Auto nagt. 


Wieder in der Ferienwohnung genossen wir den Ausblick und ich die erste kleine Ferien-Zigarre.  Auch das WLAN scheint sich uns nun zu erbarmen. Restarts und das Umplatzieren des Routers könnten geholfen haben. Das Internet hat uns (für den Moment) wieder – oder umgekehrt. 


So, auf zum PizzaYOLO 😎 unseres Vertauens…

Tag 2 – Markt und Strand

Heute Morgen lachte die Sonne. Doch hatte sie bis Mittag alle Strahlen voll zu tun, um die lästigen Wolken vom Strand zu vertreiben. Wir liessen ihr die Zeit und starteten mit einem Bummel über den Markt von Andora, genehmigten uns eine Erfrischung im Zentrum von Laigueglia und versorgten uns mit Proviant für den ersten Strandgang. Gina war ausser sich. Dauerbadespass mit Apporterli gefolgt von Non-Stop-Massage-Geräkel im warmen Sand von Capo Mele. Wenn’s so weiter geht, haben wir nichts zu klagen. 


Tag 1 – Laigueglia

Ausschlafen, zmörgele. Grauer Morgen über Imperia. Aber gemäss WetterApp solls in Laigueglia freundlicher sein. Tatsächlich. Die paar Kilometer machen wirklich einen entscheidenden Unterschied. 


Beim Spaziergang entlang der Strandpromenade durften wir nicht nur Ferienatmosphäre schnuppern, sondern stellten auch erfreut fest, dass unser Hundestrand – Gina wusste noch genau welche Treppe zum Strandspass führt – für die Saison ebenfalls bereit ist. Jetzt muss sich nur noch die Sonne zeigen. 


Ein paar Klamotten gekauft, Paninis verspeist und Capuccinis geschlürft. Piano, piano. So soll es sein. Zurück in der Logis ist Digital Detox angesagt. Das WLAN zickt gewaltig. Wie abhängig man doch mittlerweile ist. Nun denn. Vielleicht ist dies ja der Wochenendeffekt. Wir hoffen auf die neue Woche. So ganz ohne Internet fühlt man sich irgendwie von der Umwelt abgeschnitten. 

Nach dem Nachtessen klart das Wetter auf. Vielleicht gibt’s ja morgen einen Strandtag …